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Aus der Presse (6./7. Dezember 2003)

Mit Idee nicht auf dem Holzweg

Die OSTSEE-ZEITUNG hat dieses Jahr zum ersten Mal einen Existenzgründerpreis vergeben. In loser Folge stellt die OZ Preisbewerber vor, die bis in den Endausscheid gelangt waren.

Rostock (OZ) Perfektion bestimmt das Leben von Josef Brenner. Was früher für ihn als Leistungssportler galt, ist heute auch in seinem Beruf das Maß aller Dinge. „Qualität ist das A und O, wenn man Erfolg haben will", sagt der Chef der im Februar dieses Jahres gegründeten Firma mobili ART Innenausbau Brenner in Klein Schwaß bei Rostock. Früher kämpfte der Sportakrobat um Titel und Medaillen, jetzt sind zufriedene Kunden der Lohn für harte Arbeit.

Dabei versucht Brenner, Komplettlösungen anzubieten. „Viele Kunden brauchen mehr als nur einen Tischler", erklärt der 37-Jährige. Dabei zahle sich die Zusammenarbeit mit zwölf Firmen aus der Region darunter u. a. Maler, Elektriker und Fliesenleger immer öfter aus. So auch bei einem prestigeträchtigen Auftrag für die Einrichtung für zwei Läden im Hotelkomplex von Kempinski in Heiligendamm. „Das war die hohe Kunst des Innenausbaus", schätzt Brenner ein, der auch in der VIP-Lounge des FC Hansa Rostock im Ostseestadion seine Spuren hinterlassen hat. Am schönsten sei es jedoch, „wenn ich meine Ideen verwirklichen kann". Der gebürtige Baden-Württemberger hatte sich beruflich schon früh orientiert. „Die ganze Ausbildung war auf die Selbstständigkeit ausgerichtet", erklärt der frühe Top-Athlet. Er machte seinen Meister und den Abschluss als Betriebswirt, besuchte Kurse für Management und Marketing sowie zur Existenzgründung, „denn vom Sport allein kann man nicht leben".

Trotz des vorhandenen Rüstzeugs blieb die Selbstständigkeit lange Zeit ein unerfüllter Traum. 1994, als ihn die Liebe an die Ostseeküste zog, „gab es hier kaum Bedarf für den gehobenen Innenausbau", blickt der Unternehmer zurück. So arbeitete er zunächst in verschiedenen Tischlereibetrieben der Region und kam 1997 zur Rostocker Firma Modellbau Schmidt. Im Laufe der Jahre gestaltete er das Unternehmen mit um, erweiterte die Angebotspalette undschaffte es bis zum zweiten Geschäftsführer. „Es war klar, dass ich die Firma mal übernehme, aber am Ende konnten wir uns nicht über den Preis einigen".

Mit einer Bank, die sich als einzige von zwölf Kreditinstituten bei dem Firmenkauf engagieren wollte, schmiedete Brenner neue Pläne. Aus dem Insolvenznachlass eines verstorbenen Tischlers, den das Geldhaus verwaltete, kaufte er die Werkstatt sowie einige Maschinen. Mit der Förderpolitik im Nordosten machte der Existenzgründer keine gute Erfahrungen. „Hatte ich einen Stein weggeräumt, wurden mir zwei neue in den Weg gelegt." So verlangte etwa das Landesförderinstitut von ihm einen Nachweis darüber, welche staatlichen Zuschüsse der verstorbene Tischler erhalten hatte. „Es wird vor allem in große Firmen investiert, kleine und mittelständische Unternehmen sind Mauerblümchen", ärgert sich der Firmenchef.

Doch der Unternehmer lässt sich nicht unterkriegen. In der ersten Zeit nach Firmengründung halfen ihm Stammkunden und andere Tischlereien. Auch eine Hausmesse und verstärktes Marketing zahlten sich aus. Zudem setzt Brenner konsequent auch auf das Internet. „Ohne eine eigene Homepage kommt man eigentlich nicht mehr aus", sagt der Handwerksmeister. Viele Aufträge seien so schon zu Stande gekommen. Doch sein wichtigstes Kapital sind die zehn engagierten Beschäftigten. „Jeder bringt seinen Erfahrungsschatz mit ein", sagt Josef Brenner, der auf den Teamgeist in der Truppe schwört. Dass er kürzlich eine neue Furnieranlage anschaffte, „war für meine Mitarbeiter das schönste Weihnachtsgeschenk".

Die knapp 450 000 Euro, die bislang in die Firma flossen, sind eine Investition in die Zukunft. Denn der gehobene Innenausbau hat sich zu einem wachsenden Segment entwickelt. „Der Markt wird erlesener. Die Leute wollen nicht mehr nur ein Möbelstück, sondern etwas ganz individuelles." Dabei sieht Brenner pozenzielle Kunden nicht nur im Nordosten. „Wir wollen auch überregional tätig sein", gibt der Handwerksmeister die Marschrichtung vor. Im kommenden Jahr soll das Geschäft z. B. nach Dänemark ausgeweitet werden. „Der Markt ist dort vorhanden, aber er muss noch erschlossen werden."

Dass er nur noch selten Zeit hat, um in der Werkstatt selbst Hand anzulegen, „tut manchmal schon sehr weh. Ich bin ein Büro-Tischler geworden, ein Kaufmann, der sich um all die anderen Dinge kümmern muss", sagt Firmenchef Brenner. Da bleibt auch nicht viel Zeit für Ehefrau Kati und Sohn Joe Eric. „100 Prozent für den Betrieb, sonst läuft es nicht."

Von Micheal Zumpe

Alle Artikel der Serie unter www.ostsee-zeitung.de

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